Neues aus der Gemeinde Vaz/Obervaz
Medienmitteilung vom 23. April 2026
In Vaz/Obervaz stehen mehrere bedeutende Projekte an, die sowohl die Infrastruktur als auch die langfristige Entwicklung der Gemeinde betreffen. Von der Erneuerung des Sportplatzes über die Ortsplanung bis hin zu sozialen und wohnpolitischen Initiativen zeigt sich: Die Gemeinde arbeitet an langfristigen, zukunftsfähigen Lösungen.
Sportplatz
Der Sportplatz Lenzerheide erhält einen neuen Kunstrasen. Der bestehende Belag entspricht, nach rund 20 Jahren, nicht mehr den Vorgaben des Schweizerischen Fussballverbands. Die Bauarbeiten sind von April bis Ende Juli 2026 vorgesehen. Im Zuge der Erneuerung werden aus Sicherheitsgründen die Seitenabstände vergrössert. Dadurch wird das Spielfeld leicht verkürzt, bleibt in der Breite jedoch unverändert.
Auch beim angrenzenden «Curlinghüsli» sind kleinere Arbeiten geplant, die der Sicherheit dienen. Hervorzuheben ist die Wahl des neuen Materials: Der Kunstrasen wird mit Maisgranulat verfüllt, wodurch auf umweltkritisches Kunststoffgranulat verzichtet werden kann.
Ortsplanrevision
Der Vorstand der Gemeinde Vaz/Obervaz hat sich in mehreren Sitzungen eingehend mit der Ortsplanrevision beschäftigt. Die überarbeiteten Inhalte wurden bereits mit der Planungskommission diskutiert. Aktuell wird geprüft, ob eine zweite Mitwirkung aus rechtlichen oder verfahrensbedingten Gründen notwendig ist.
Sollte dies der Fall sein, ist eine Abstimmung für den 28. Februar 2027 vorgesehen. Andernfalls könnte diese auch früher stattfinden. Die Bevölkerung soll rechtzeitig und umfassend informiert werden. Der Gemeindevorstand betont die Dringlichkeit des Verfahrens.
Seniorenzentrum
Im Februar 2026 fanden zwei gut besuchte Informationsveranstaltungen zum geplanten Seniorenzentrum statt. Rund 200 Personen nahmen teil, was die Bedeutung des Projekts unterstreicht. Offene Fragen aus der Bevölkerung werden derzeit beantwortet.
Parallel dazu ist die Suche nach Verwaltungsratsmitgliedern fast abgeschlossen. Unterdessen wurden von der Gesundheitsversorgungsregion Albula/Viamala 50 bis 60 Pflegebetten für das Seniorenzentrum in Aussicht gestellt. Diese Zahl bildet die Ausgangslage für das Raumprogramm und die Wirtschaftlichkeitsberechnung, die vom designierten Verwaltungsrat in Angriff genommen wird
Stiftung Erstwohnraum
Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Gründung einer Stiftung zur Förderung von Erstwohnraum. Dieses Projekt wird gemeinsam von der Bürgergemeinde und der politischen Gemeinde getragen. Die Bürgerversammlung hat im März 2026 bereits zugestimmt.
Auch der Gemeinderat unterstützt die Gründung sowie die Bereitstellung einer Parzelle und eines finanziellen Beitrags von CHF 250'000 – vorbehaltlich der Zustimmung an der Urne. Die Abstimmung ist für den 14. Juni 2026 angesetzt. Gemeindepräsident Maurin Malär betont die langfristige Bedeutung: Die Stiftung sei ein klares Zeichen für das Engagement auf politischer Ebene zugunsten von erschwinglichem Erstwohnraum.
Projekte Heidsee
Beim Projekt zur Dammsanierung des Heidsee laufen die Abklärungen mit dem Bundesamt für Energie (BFE). Hintergrund sind neue Richtlinien zur Erdbebensicherheit von Staudämmen. Entscheidend ist die Einstufung des Sees in eine Sicherheitskategorie.
Bleibt der Heidsee in Kategorie 3, kann das bestehende Projekt umgesetzt werden. Eine Einstufung in Kategorie 2 würde hingegen eine komplette und deutlich teurere Neuplanung erfordern. «Wir setzen alles daran, die bisherige Einstufung beizubehalten und nutzen die Zeit, um entsprechende Nachweise zu erbringen», so Gemeindepräsident Maurin Malär.
Ausgliederung Werke
Nachdem die stimmberechtigte Bevölkerung im November 2025 der Ausgliederung der Werke zugestimmt hat, wurde die Umsetzung des Projekts aufgenommen. Die Projektorganisation wurde aufgebaut und die operative Arbeit gestartet. Die Projektleitung liegt beim neuen CEO der öffentlich-rechtlichen Anstalt, Beat Germann. Er und die Gemeinde Vaz/Obervaz werden dabei durch externe Fachpersonen in den Bereichen Technik, Projektmanagement, Recht und politischer Prozess unterstützt.
In den kommenden Monaten werden die fachlichen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für die neue Struktur erarbeitet. Die politischen Gremien werden laufend in die Arbeiten einbezogen. Mit dem Start der Umsetzungsarbeiten setzt die Gemeinde den Auftrag der Bevölkerung um und schafft die Voraussetzungen für die zukünftige Organisation der Werke.
Gemeindestrategie «Vaz/Obervaz 2050»
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Teilstrategien erarbeitet oder befinden sich derzeit in Bearbeitung, wie beispielsweise der Destinationsplan, die Kulturstrategie oder die Wasserstrategie. Diese Strategien verfolgen jeweils wichtige Einzelziele. Eine langfristige, integrierende Gemeindestrategie fehlt derzeit. Aus diesem Grund möchte der Gemeindevorstand gemeinsam mit der Bevölkerung die Entwicklung und die Ziele der Gemeinde in einer Gemeindestrategie festlegen. Sie schafft Orientierung für Bevölkerung, Behörden und Mitarbeitende, setzt Prioritäten und unterstützt langfristige Entscheidungen im Interesse der Bevölkerung. Damit die Strategie breit abgestützt ist, werden verschiedene Interessensgruppen sowie die Bevölkerung in den Prozess aktiv einbezogen.
Gemeindevorstand