Medienmitteilung I Aktuelles aus der Gemeinde
Medienmitteilung vom 6. Juli 2026
Erfolgreicher Jahresabschluss 2025, der Handlungsspielraum für Investitionen zulässt
Projekt Seniorenzentrum
Der designierte Verwaltungsrat hat Ende Mai seine Arbeit aufgenommen und überprüft derzeit die Projektplanung. Im Fokus steht ein nachhaltiges und langfristig tragfähiges Raum- und Betriebskonzept. Darauf aufbauend wird eine belastbare Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt. «Insbesondere die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist für die Volksabstimmung von grosser Relevanz. Es ist unsere Verantwortung, ein finanziell tragbares und langfristiges Projekt zur Abstimmung zu bringen. Dieser Verpflichtung kommen wir nach, auch wenn es bedeutet, etwas mehr Zeit zu investieren. Langfristig wird sich das auszahlen», erläutert Gemeindepräsident Maurin Malär.
Ausgliederung Werke
Die Projektleitung für die Ausgliederung der Werke liegt bei Beat Germann, Leiter Werke. Das Projektteam erarbeitet die notwendigen Konzepte und Entscheidungsgrundlagen. Innerhalb der Gemeindeverwaltung koordiniert Gemeindeschreiber Alessandro della Vedova die Arbeiten und sorgt für eine enge Abstimmung mit dem Projekt. Gleichzeitig werden die Grundlagen für das Dotationskapital erarbeitet. Dieses bildet einen wichtigen Bestandteil der finanziellen Ausgestaltung der neuen öffentlich-rechtlichen Anstalt und ist eine zentrale Grundlage für die weiteren politischen Entscheide. Parallel dazu entsteht der Konzessionsvertrag. Er regelt die Rechte und Pflichten zwischen der Gemeinde und dem neuen Unternehmen und schafft die Grundlage für den künftigen Betrieb der Werke. Auch die Wahl des dreiköpfigen Verwaltungsrats ist im Gang. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Ausgliederung, gemäss den politischen Beschlüssen und dem Volksentscheid, zu schaffen.
Projekt Lido / Dammsanierung Heidsee
Die Gemeinde Vaz/Obervaz wartet weiterhin auf eine verbindliche Antwort des Bundesamts für Energie (BFE), inwieweit das Projekt zur Dammsanierung den neuen Erdbebenrichtlinien entspricht. Die Politik und das Projektteam setzen sich auf verschiedenen Ebenen dafür ein, möglichst rasch Klarheit zu erhalten. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, die Dammsanierung im Herbst 2027 zu starten und bis Ende 2028 abzuschliessen. Gleichzeitig soll im Sommer 2028 das bereits bewilligte Lido-Projekt umgesetzt werden. «Wir arbeiten am Projekt Lido weiter voran, so dass wir einen Plan B in der Hinterhand haben und die Realisierung vorziehen könnten, sollte es weitere Verzögerungen bei der Dammsanierung geben», erklärt Gemeindepräsident Maurin Malär. Diese Möglichkeit kann voraussichtlich im Herbst 2026 kommuniziert werden.
Jahresrechnung 2025
Die Gemeinde Vaz/Obervaz blickt auf ein sehr erfreuliches Jahr 2025 zurück. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 7,1 Millionen Franken ab. Nach der Vorfinanzierung von 5,6 Millionen Franken für das Projekt Lido verbleibt ein Gewinn von 1,5 Millionen Franken. Zum guten Ergebnis haben vor allem die Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern beigetragen. Sie brachten rund 3,4 Millionen Franken mehr ein als budgetiert. Gleichzeitig konnten einige geplante Investitionen, beispielsweise die Dammsanierung, noch nicht umgesetzt werden. Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 172 Prozent und einem Nettovermögen von CHF 13'404 pro Einwohner*in (+ CHF 2'000) verfügt die Gemeinde über eine sehr solide Ausgangslage für die anstehenden Investitionen.
Erstwohnraum
Mitte Juni hat die Stimmbevölkerung mit rund 75 Prozent Ja-Stimmen der Gründung einer Stiftung sowie der Einbringung der Parzelle 1578 (Valbella) in die Stiftung zugestimmt. «Das deutliche Resultat und die sehr hohe Stimmbeteiligung (65%) freuen uns ausserordentlich. Das zeigt die hohe Relevanz des Themas und, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist», hält der Gemeindepräsident fest. Dafür wird ein drittes Stiftungsratsmitglied gesucht. Maurin Malär äussert sich dazu wie folgt: «Wir möchten das freie Mandat im Stiftungsrat mit einer einheimischen Person besetzen. Dafür werden wir im Spätsommer eine öffentliche Ausschreibung starten, worauf sich interessierte Personen bei uns melden können. Wir möchten die Bevölkerung nicht nur informieren, sondern partizipieren lassen.» Die Stiftung soll im Jahr 2027 den operativen Betrieb aufnehmen.
Gesamtrevision Ortsplanung
Bis Anfang dieser Woche lief die zweite öffentliche Mitwirkung zur Gesamtrevision der Ortsplanung. Diese umfasst die Zonenpläne der Dörfer sowie das Baugesetz. An einer Informationsveranstaltung Anfang Juni informierte die Gemeinde rund 60 interessierte Personen über die wichtigsten Änderungen gegenüber der ersten Mitwirkung. Je nach Anzahl und Inhalt der Rückmeldungen wird entschieden, wann die Vorlage vors Volk kommt. «Wir setzen alles daran, die Abstimmung im November 2026 durchzuführen. Wenn die Mitwirkungseingänge sich im Rahmen halten, ist dies möglich», so Departementsvorsteher Bau und Sport, Marco Vögeli.
Gemeindestrategie «Vaz/Obervaz 2050»
Die Arbeiten an der Gemeindestrategie laufen planmässig. Nach der Analysephase trifft sich die Arbeitsgruppe im Sommer und Herbst zu mehreren Arbeitssitzungen. Sie setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Generationen und Interessensgruppen zusammen, damit möglichst viele Perspektiven einfliessen. Die Strategie soll bis Ende Jahr erstellt sein. Darauf aufbauend wird der Gemeindevorstand den Finanzplan und das Legislaturprogramm erarbeiten.
Jugendkommission Vaz/Obervaz
Die Jugendkommission Vaz/Obervaz hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie stärkt die Mitwirkung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Gemeinde. Mit dabei sind Jugendliche, junge Erwachsene sowie Vertretungen aus Schule, Jugendarbeit, Politik und weiteren Institutionen. Im Mittelpunkt stehen Freizeit- und Begegnungsangebote, Chancengleichheit, Integration, Sicherheit, Gesundheit sowie der Austausch mit jungen Menschen. Die Kommission wirkt zudem bei der Erarbeitung der Gemeindestrategie «Vaz/Obervaz 2050» und in der Baukommission für den Neubau des Lidos mit.
Gemeindevorstand
Zur Medienmitteilung